Heilig? Gibt es das überhaupt? Haben wir das Heilige in unserer aufgeklärten Welt nicht längst überwunden? In dieser Folge der Horizonte des Herzens haben sich die beiden Moderatoren Andreas Beutel und Götz Wittneben getraut, hinter den Vorhang zu schauen, der das Heilige (lat. Fanum) von der normalen Welt davor, dem Pro-Fanum (der profanen Welt) trennte. (Tatsächlich schildern die drei Evangelisten Markus, Matthäus und Lukas – und nicht Johannes, wie Götz fälschlich meinte 😉 – daß im Moment des Todes Jesu der Vorhang im Jerusalemer Tempel von oben nach unten in zwei Teile zerriß. Damit war die die Trennung von Heiligem und Nicht-Heiligem aufgehoben) Dabei gibt es viel zu entdecken, das gerade für die heutige Zeit immens wichtig ist. Es gibt das Heilige in der Welt. Es findet sich in den kleinsten Lebewesen ebenso wie in der Stille. Wir begegnen ihm in den Weiten der Natur ebenso wie in den tiefsten Ebenen des eigenen Bewußtseins. Es ist immer da und begleitet uns und ruft uns, uns auf die Suche nach ihm zu machen. Je weiter wir diesem Weg folgen, desto mehr können wir entdecken, wer und was wir wirklich sind. Ein Teil des Lebens, ein heiliger ganzer Mensch. Lassen Sie sich berühren von einer Stunde philosophischem Zwiegespräch zwischen Andreas und Götz, das sie einlädt, das Heilige wieder als eigenständige Kraft diesseits der religiösen Begriffe und Überladungen zu erleben.

 

Literatur von Andreas Beutel