40 Jahre war das Genie Karl Hans Janke in der Psychiatrie Hubertusburg, Wermsdorf, mit der Diagnose „Wahnhaftes Erfinden“, weil er sich in den Anfangsjahren der DDR mit einem Plakat über die ausbleibende Zuteilung von Materialien zum Bau von Kinderspielzeug beschwert hatte. In seinen Erfindungen nahm er vieles vorweg, was heute „normal“ ist und zu unserem Alltag gehört, wie der Beamer oder elektronische Navigationssysteme, für letzteres wurde ihm damals ein Patent verliehen.

Es ist das Verdienst des jetzigen Chefarztes der Klinik, Dr. Peter Grampp, das Leben und die Erfindungen von Janke endlich einer Würdigung zuzuführen, die diesem Genie gebührt. Zwar wurden seine komplexen Skizzen und Entwürfe, die auf einem Dachboden der Klinik deponiert worden waren, im Bereich der Kunst gewürdigt, nicht aber seine Erfindungen als solche, die u.a. Raumfahrzeuge, sog. „Trajekte“ beinhaltete, die mit freier Energie betrieben werden sollten. Dr. Grampp ist es zu verdanken, daß 3Sat diesem verkannten Genie eine ganze Sendung widmete und zu einem gewissen Grad seine Rehabilitierung einleitete: https://www.youtube.com/watch?v=IOhnAv3EQYI.

Mittlerweile gibt es in Wermsdorf eine kleine Ausstellung mit Jankes Werken http://www.karl-hans-janke.de/?s=ausstellung, die u.a. von Patienten der Klinik betreut wird.

Weitere kurze Dokus zu Hankes Würdigung:
„Der vergessene Erfinder aus der Heilanstalt“https://www.youtube.com/watch?v=T5BZ84lHV7o
„Das Raumtrajekt“ https://www.youtube.com/watch?v=SQVfV6Uz_Zk

Im Gespräch mit Götz Wittneben zeigt Dr. Peter Grampp auf, daß es mittlerweile in der Psychiatrie hoffnungsvolle Ansätze gibt, die einen Patienten in seiner Ganzheit wahrnehmen wollen, statt ihn auf eine Diagnose zu reduzieren.
Die Klinik Hubertusburg gehört zum Klinikum St. Georg https://www.sanktgeorg.de/index.php?id=326