Die Begeisterung für heimische Wildpflanzen auch im Winter, selten gewordene Kräuterschätze vor unserer Haustür, erstaunliche Geschmacksfreuden unscheinbarer Pflanzen sind nur winzige Aspekte, die uns in die unendlichen Weiten der Pflanzenwelt führen können.

Sich mit einer Pflanze zu verbinden, so Maiga Werner im Gespräch mit Götz Wittneben, ist nicht schwer und erfolgt über den Gedanken, das Herz, das Gefühl, dem einfachen Sich-Hinwenden. Die Pflanze zu berühren, ihr einen Gedanken, eine Bitte zu senden, eröffnet die Kommunikation mit der Pflanze, aber auch mit der gesamten belebten Welt, der Natur. Dann kann man in sich die Verbindung spüren, ob durch Gefühl, Bild oder vielleicht auch Worte. Sicher aber wird die Pflanze ihre Blätter freudig als unsere Speise oder als Heilmittel geben, oder einfach nur unser Freund sein.

Pflanzen sind Wesen und Individuen wie wir, die mit allem Belebten und Unbelebtem einen regen Austausch unterhalten. Der einfachste Beleg dafür findet sich in unserer nächsten Umgebung. Das, was in unserer Nähe an Kräutern vorfinden, könnte ein Hinweis darauf sein, dass die betreffende Pflanze für uns wichtig wäre, uns etwas sagen oder geben will. Bei Maiga Werner wächst viel Giersch im Garten, der sich wie ein Netzwerk durch den Boden zieht, der sein Blätterwerk über der Erde verteilt. Seine zarten Wurzeln brechen leicht, arbeiten sich aber über 2 m im Jahr durch das Erdreich. Zart und stark zugleich, vernetzt mit Himmel und Erde, so wirkt der Giersch auch in unserem Körper und so haben alle Pflanzen etwas Bestimmtes zu sagen und zu be-deuten.

Maiga Werner findet man hier: https://www.naturkraeutergarten.de/